Begriffsklärung - Aminosäurenmatrix

Aminosäuren oder Proteine - der entscheidende Unterschied

Was bedeutet Aminosäurenmatrix?

An jedem Lebensmittel wird die darin enthaltene Menge Eiweiß ausgewiesen. Aber braucht der Mensch einfach nur Eiweiß/Proteine oder steckt da mehr dahinter? Eigentlich ist die Wissenschaft schon viel weiter...

Von der Aminosäure zum Protein

Aminosäuren können sich zu langen Ketten miteinander verbinden. Diese Ketten bezeichnet man als Peptide bzw. Polypeptide. Nur wenn die Kettenlänge aus mehr als 100 Aminosäuren besteht, bezeichnet man sie als Protein.

Bisher sind uns 20 (bis 21) dieser Aminosäuren bekannt, die ein Protein bilden können. Geht man von 21 verschiedenen Aminosäuren aus und einer Aneinanderkettung von 100 Aminosäuren, ergibt sich hierbei die Variationsmöglichkeiten von 21hoch100.
Dadurch lässt sich die Vielzahl von Proteinmöglichkeiten im Organismus erahnen.

Der Mensch ist einzigartig 

Jedes menschliche Protein hat also seine typische Zusammensetzung aus Aminosäuren. Oder anders ausgedrückt: Aus getrunkener Milch, die nur wenige schwefelhaltigen Aminosäuren enthält, kann man nicht viele Muskeln und Sehen bauen, denn schwefelhaltigen Aminosäuren wären hierzu vermehrt nötig.

Will man also einen typischen menschlichen Aminosäurestoffwechsel decken, muss man Lebensmittel so miteinander kombinieren, dass die benötigten Mengen jeder einzelnen AS erreicht ist, ohne dass anders Aminosäuren zu viel angeboten werden.

Diesen Bedarf zu bestimmen ist nicht einfach und die wenige Literatur hierzu widerspricht sich in ihren Aussagen oft.

Hinzu kommt der Faktor, dass Aminosäuren auch für Stoffwechselprozesse benötigt werden, als Botenstoff, Antikörper oder sonst einem kurzzeitigen Bedarf dienen, also nicht nur für den Strukturaufbau benutzt werden.

Der Mensch braucht Aminosäuren

Der Konsum von Hühnerfleisch, Rindfleisch, Erbsenprotein oder BCAA-Produkten deckt also nicht automatisch den tatsächlichen menschlichen Bedarf ab, nur weil es auch Eiweiß ist.
Auch wird nicht jedes aufgenommene Eiweiß vollständig nutzbar gemacht – Stichwort „Bioverfügbarkeit“.

Wir erkennen: Alles hat eine Aminosäurenmatrix, aber nicht eine solche, die für den Menschen ideal ist und genau dem menschlichen Bedarf entspricht. 

Bei der PriosaMINO-Reihe haben wir uns bestmöglich durch Messungen an tausenden Patienten dieser Matrix angenähert. Fortlaufend wird die Matrix an den Lebensumständen gemessen und optimiert.

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